IuK - Information und Kommunikation

Aufgaben

Aufgabe des IuK-Dienstes ist die Bereitstellung und Unterhaltung von Kommunikationswegen in der DLRG. Dieses ist insbesondere für die erfolgreiche Durchführung der Aufgaben im Rahmen des Wasserrettungsdienstes erforderlich. Die IuK-Mittel dienen hier zum Austausch von Informationen im Rahmen der Einsätze, für die allgemeine Organisation und zur Führung der Einsatzkräfte im Wasserrettungsdienst.

Eingesetzte Kommunikationsmittel

Je nach Ansprechpartner werden heute in der DLRG unterschiedliche Kommunikationsmittel verwendet. Für die Kommunikation mit den Personen, die nicht aktiv an der Durchführung der Aufgaben des Wasserrettungsdienstes beteiligt sind (z.B. die Badegäste, Teilnehmer an Veranstaltungen etc.), werden seit Gründung der DLRG einfachste Kommunikationsmittel verwendet, die zumeist nur die Nachrichtenübermittlung in einer Richtung ermöglichen. Hierzu gehört die gehisste DLRG-Flagge, die von allen über relativ große Entfernungen signalisiert: "Hier gibt es eine einsatzbereite DLRG-Station, die Hilfe leisten kann". Diese Information kann bei Bedarf über Zusatzzeichen ergänzt werden, um auf besondere, meist witterungsabhängige Gefahren hinzuweisen (ein roter Ball: Badeverbot für Nichtschwimmer; zwei rote Bälle: allgemeines Badeverbot). Über Zusatztafeln werden in der Regel weitere Informationen über Luft- und Wassertemperaturen sowie Windstärke- und Richtung gegeben. Im Rahmen der europäischen Vereinheitlichung sind andere Möglichkeiten (z.B. Flaggensignale) in der Diskussion. Seitens der Badegäste besteht immer die Möglichkeit, durch optische Zeichen (Notzeichen durch Winken mit beiden Armen) oder durch akustische Zeichen (lautes Rufen) auf eine Notsituation aufmerksam zu machen. Als technisches Hilfsmittel für die Kommunikation mit nicht am Wasserrettungsdienst beteiligten Personen kommen an vielen Orten die öffentlichen Telefone und teilweise Notrufmeldeeinrichtungen hinzu. Darüberhinaus sind an manchen Orten noch Lautsprecheranlagen oder Megafone für Durchsagezwecke vorhanden. Für den Wasserrettungsdienst stehen als interne Kommunikationseinrichtungen überall Betriebsfunkanlagen im 2m-Band zur Verfügung. In der Regel befindet sich eine ortsfeste Funkanlage in der (Haupt-)Wachstation. Diese bildet innerhalb des Funkverkehrskreises den zentralen Ansprechpartner für alle dort eingesetzten tragbaren und mobilen Funkanlagen. Die Hauptstation verfügt normalerweise über weitere Kommunikationsmittel, um die Verbindung zu den regionalen Rettungsleitstellen des landgebundenen Rettungsdienstes herstellen zu können. Hier für werden in der Regel leitungsgebundene oder drahtlose Telefone, regional auch BOS-Funkanlagen (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) im 4m-Band verwendet.

Ausstattung OG´s/ BZ:

In unserem Bezirk sind Betriebsfunk (2m) und BOS Funk (4m) eine Regelaussattung.

Betriebsfunk (2m)

Der Betriebsfunk ist auf analoger Basis und wird von der DLRG betrieben. Dazu hat die DLRG drei Funkkanäle reserviert. Da derzeit die Frequenzen und die Strukturen völlig neu aufgebeut werden, kommt es auch beim Betriebsfunk möglicherweise zu einer Umstellung. Ob allerdings hin zur Digitaltechnik ist noch fraglich! Der Beriebsfunk findet sowohl mobil wie auch stationär statt. Zu finden sind diese Geräte insbesondere beim zentralen Wasserrettungsdiesnt an Nord- und Ostsee. Ebenso sind die Geräte an Fahrzeugen und an Booten installiert. Der Betreibsfunk ermöglicht eine relativ störungsfreie Kommunikation der DLRG Einheiten, da nur die DLRG bisher diese Frequenzen bundesweit benutzt! Gelegentlich kommt es zu Überreichweiten und DLRG Einheiten, die sich sonst nicht "hören", können plötzlich die Gespräche mithören! Grundsätzlich gilt: Im Funk ist man nicht alleine!! - Aus diesem Grund ist stets die "Funkdisziplin einzuhalten! Auch beim Betriebsfunk gibt es Regeln, die durch Lehrgänge vermittelt werden.

BOS (4m)

Die DLRG Einheiten die im Rettungsdienst, bzw. Katastrophenschutz mitarbeiten, verfügen über BOS Funkgeräte an ihren Fahrzeugen. Der Betrieb dieser Funkgeträte ist nur geschultem Personal erlaubt. Im BOS Funkkreis befinden sich neben der DLRG auch die Einheiten der Polizei, Feuerwehr, THW und der vielen verschiedenen Rettungsdienste (DRK, JUH, ASB, etc.). Der Gesprächsablauf unterliegt klar festgelegten Regeln. Als zentrale Ansprechstation dient immer die Leitstelle, die in Verden z.B. vom Landkreis betrieben wird. (Rufname: Leitstellte Verden oder Forian Verden) Derzeit werden im Land Niedersachsen an verschiedenen Landkreisen oder gemeinsamen OPZ (Operationszentralen) der analog Funk auf Digitalfunk umgestellt. Somit werden für eine Übergangszeit von 2-5 Jahren zwei BOS Funktechniken parallel bestehen.

Funken

Bei vielen Veranstaltungen z.B. der Jugend oder Einsätzen ist es wichtig, untereinander in Kontakt zu bleiben. Dazu verwenden wir Funkgeräte, da sie gegenüber Handys einige Vorteile besitzen. Auch wenn diese Geräte in der Regel ohne weiteres bedient werden können, sollte man vorher einen Lehrgang besuchen, da nur so das Wissen vermittelt werden kann, was beim Funken zu beachten ist und wie man sich verhalten muß. Vor allem der Datenschutz ist eine wichtige Komponente beim Funken, da keine Daten, die über den Funk bekannt werden, weitergegeben werden dürfen. Neben dem Datenschutz ist aber auch das Verhalten ungemein wichtig, da immer nur eine Person zur Zeit sprechen kann. Gerade bei vielen Teilnehmern kann es da schon einmal zu Engpässen kommen. Dies und noch einiges mehr wird in den Funklehrgängen gelehrt, die zum Teil Voraussetzung für weiterführende Ausbildungen sind. Wir könnten diese Lehrgänge zwar bei uns anbieten, da wir einen Ausbilder/Prüfer Funk bei uns haben, aber aufgrund der geringen Teilnehmerzahl finden sie auf Bezirksebene statt.

Ansprechpartner/ Ausbilder:

Im Bezirk Aller-Oste gibt es drei Ausbilder. Ansprechpartner für Fragen: IuK Ref. Carsten Hauschild